Warum wir nicht nur nach Hunger essen und wie alte Glaubenssätze uns bis heute steuern
Viele Menschen glauben, sie würden vor allem nach Hunger und Sättigung essen. Doch in der Realität sieht es anders aus: Unser Essverhalten wird häufig von unbewussten Regeln, alten Überzeugungen und verinnerlichten Glaubenssätzen bestimmt – statt von unseren tatsächlichen Bedürfnissen. Diese inneren Regeln begleiten viele von uns seit der Kindheit und beeinflussen bis heute, was, wann und wie viel wir essen.
Typische Essens-Glaubenssätze, die wir gelernt haben
Vielleicht kennst du einige davon:
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„Ich muss meinen Teller immer leer essen.“
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„Abends keine Kohlenhydrate – sonst nehme ich zu.“
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„Nur wenn ich perfekt esse, bin ich gesund.“
Solche Sätze tauchen in Ernährungsberatungen ständig auf und sie sind vollkommen normal. Denn jeder von uns trägt bestimmte Vorstellungen über „richtiges Essen“ in sich. Das Problem: Viele davon sind wissenschaftlich längst überholt, aber sie wirken in unserem Alltag immer noch erstaunlich stark.
Warum diese Glaubenssätze problematisch sind
Der Teller-muss-leer-Regel
Diese Regel ignoriert unsere natürlichen Sättigungssignale. Statt auf den Körper zu hören, essen wir mechanisch weiter – oft über unseren Bedarf hinaus.
Abends keine Kohlenhydrate
Ein Klassiker unter den Ernährungsmythen. Studien zeigen klar, dass Kohlenhydrate am Abend nicht automatisch zu einer Gewichtszunahme führen. Viel relevanter ist die gesamte Energiebilanz und die individuelle Verträglichkeit.
Perfektionismus beim Essen
Das Bedürfnis, „perfekt“ essen zu müssen, öffnet die Tür zu Schuldgefühlen, Schwarz-Weiß-Denken und emotionalem Stress. Genuss und Flexibilität bleiben dabei oft auf der Strecke.
Glaubenssätze sind mächtig – und oft gar nicht bewusst. Sie beeinflussen unser Verhalten im Hintergrund und führen dazu, dass wir uns von Regeln statt von Körperwahrnehmung leiten lassen.
So kannst du alte Essensregeln hinterfragen
Der erste Schritt zu einem intuitiveren, entspannten Essverhalten besteht darin, diese inneren Regeln überhaupt wahrzunehmen.
Frage dich:
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Woher kommt dieser Glaubenssatz?
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Hilft er mir oder schadet er mir?
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Wie würde ich essen, wenn diese Regel nicht existieren würde?
Im Rahmen einer Ernährungsberatung lassen sich solche Muster gut aufarbeiten und Schritt für Schritt „die Treppe hinunterlocken“ – frei nach Mark Twain. Es geht nicht um Perfektion, sondern um mehr Wohlbefinden, Selbstbestimmung und Genuss.
Hier geht’s zu meinem letzten Beitrag, wo Du erfährst was alles hinter einer Ernährungsberatung steckt.
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